Akzente

Ich weiß, ich habe seit Ewigkeiten nicht mehr geschrieben und ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand diesen Blog noch liest. Fast alle meine Freunde sind nach Hause gefahren, naja Alice und Michael und Jan…und Alberto, aaaaaber den würde ich nicht zu meinen Freunden zählen. :) Der gute alte Alberto Lasange Perracio (oder wie man das schreibt)…Das ist son komischer Vogel aus Italy, der auch auf meiner Schule war.

Neulich war ich bei meiner kleinen schweizerischen Freundin Nathalie zu Besuch, naja, bei ihrer Hostfamily uuuund ihre Hostsis meinte, dass sie echt nicht glauben konnte, dass ich erst seit nem hlaben Jahr in Irland bin. Sie hätte jetzt gedacht ich wäre irisch und aus Dublin hergezogen, weil ich so einen starken Dublinakzent habe. Ich frage mich wo der her kommt, ist aber eigentlich wurscht was fürn Akzent ich habe, solange es kein deutscher ist.

Weihnachten

Ich weiß, es ist schon fast wieder Mitte Januar und ich hab mich seit langem nicht mehr gemeldet. Ich habe sooo viel zu erzählen.

Ich fange an mir Weihnachten. Weihnachten ist hier ‘n bisschen anders, als zu Hause.

  1. KEINER hat einen echten Weihnachtsbaum
  2. Jeder kauft Geschenke für seine Liebsten und wenn man fertig ist mit einpacken und so,  tut man sie unter den Weihnachtsbaum. Da bleiben sie dann bis Weihnachten. Trotzdem kommt in der Nacht vom 24. auf den 25. Santy. Der füllt dann die Socken am Kaminsims.
  3. KEINER backt Kekse!!!!!!
  4. Es gibt keinen Adventskranz, sowieso ist Advent irgendwie egal.
  5. Fast keiner hat einen Adventskalender, man kann sie aber kaufen (mit 25 Türchen).
  6. Alle saufen irgendwie die ganze Zeit.
  7. Man geht vor Weihnachten mit seiner Familie essen.
  8. Die Weihnachtsdeko ist eher so amerikanischer Kitschscheiß. So rote Santyfiguren überall und bunte Lichter und so.
  9. Am 1. Weihnachtsfeiertag gibt es Turkey UND Ham mit Kartoffelpüree und Gemüsepüree und Gravy
  10. und so weiter und so fort…mir fällt grade nicht mehr ein…

Ich hatte hier ein total relaxtes Weihnachten. Am 14. am Abend haben Lucy und ich mit Anweisungen von Eileen das Haus dekoriert und den Weihnachtsbaum dekoriert. Dann sind wir am nächsten Tag alle zusammen essen gegangen. Montag und Dienstag hatten wir Exams. Am 19. ist Lucy dann nach Hause geflogen. Ich bin Mittwoch und Donnerstag noch zur Schule gegangen und habe am Freitag mit meinen Freunden geschwänzt. Michael, Alice, Nathalie und Shara sind zu mir gekommen und wir haben Kekse gebacken. Samstagmittag ist meine Hostsister-in-law zu uns gekommen und hat mir die Haare geschnitten. Danach sind wir zusammen in die Stadt gefahren und sie hat noch ihre letzten Weihnachtseinkäufe erledigt. Am nächsten Tag habe ich mich mit Alice in Monaghan getroffen und bin abends mit meiner Hosttante zu ihr nach Hause gefahren. Da hat Eileen mich nach der Arbeit abgeholt. Montag war dann auch schon Christmaseve. An Christmaseve sind Eileen und ich am Abend mit meiner Hostsister-in-law in die Kirche gegangen. Peter haben wir zuhause gelassen, weil er am Nachmittag mal kurz zu nem Freund verschwunden ist und sturzbetrunken wieder kam. Eileen ist katholisch. Ich muss sagen das war das erste und letzte Mal, dass ich eine katholische Messe besucht habe/ besuchen werde.

Am nächsten Morgen haben Eileen und ich das Essen vorbereitet und Peter hat seinen mittleren Sohn Barry abgeholt. So gegen drei haben wir dann gegessen. Es war unglaublich lecker. Nach dem Essen sind Eileen und ich zu ihrer Schwester Caroline gefahren. Carolines drei Kinder sind alle über Weihnachten nach Hause gekommen und wir hatten “good craic” zusammen.

Ok das reicht erstmal ich erzähl später weiter ;)

Dublin day

Gestern waren wir mal wieder in Dublin…Unsere Koordinatorin hat uns n Bus organisiert. In Dublin bin ich dann mal wieder mit den Üblichen losgezogen. Die Üblichen, ich weiß, ich hab noch nicht von ihnen erzählt, sind Marie, Johannes und Javier. Johannes und Javier sind Hostbros (Österreich und Spanien). Es war unglaublich toll. Wir haben Werbungsmenschen gesehen, die so gaaaaaanz große Ballons hatten und es hat n paar Flocken geschneit. Ich hab Lakritz gekauft und wir haben den Cocacolatruck gesehen und Cola geschenkt gekriegt. Wir waren bei Carroll’s (Sounvenirshop) und ich habe 30 Postkarten gekauft. Wir waren bei Primark und ich habe gaaanz tolle Schuhe anprobiert aber sie waren soooo hoch, das heißt ich konnte sie nicht kaufen. Ich mein ich bin schon groß genug. Die waren so schwarz und bis über den Knöchel und so geschnürt und gaanz hoch und der Absatz war so holzig. Jetzt denk ich schon die ganze Zeit an diese Schuhe. Ich hab statt dessen einen gaaaaanz tollen Pulli gekauft. Der ist grau und da ist so ein Skelett drauf mit nem pinken Iro und es fährt Fahrrad.

gesund!!

Endlich, endlich bin ich wieder gesund!! Ich war die letzte Woche krank. Montag ging’s mir noch bestens, Dienstag und Mittwoch hab ich mich in die Schule gequält und Donnerstag und Freitag hab ich im Bett gelegen. Freitag Abend hab ich mich dann aufgerappelt und bin mit der EF-Gruppe zu einem Jungendclub gegangen….War echt langweilig da und diese Gruppe besteht nur aus son paar 12 jährigen Jungs. Aber danach waren wir alle beim Chinamann. Catriona unsere Koordinatorin hat Geld von EF bekommen um was mit uns zu unternehmen. Wir haben uns für Essen entschieden. War irgendwie klar…wir sind sooo eine verfressene Gruppe. Das Essen war toll! Wir konnten uns eine Vorspeise, eine Hauptspeise und einen Nachtisch aussuchen. Ich habe Frühlingsrollen, so Gemüse mit Reis und Schokoeis gegessen. Wir waren leider erst um halb 12 zu Hause. Das heißt, ich war so K.O., dass ich Sonnabend dann auch nochmal eingewickelt in eine Wolldecke vorm Fernseher verbracht habe.

chatterbox

Ihr wisst alle wie viel ich rede. Neulich hat Eileen Lucy beim Abendessen gefragt, ob alle deutschen so viel reden wie ich. Lucy hat ihre Standardantwort gegeben: I don’t know. Ich meinte ich sei ne Ausnahme. :) Ich glaube sie wollte das nicht so richtig glauben, aber das Thema war erstmal vom Tisch. Gestern Abend, als ich sie mal wieder zu getexted hab, meinte sie danns, dass sie sich nicht vorstellen kann wie es wird, wenn ich wieder nach Haue fahre. So….leise…:) Sie meinte ich muss dann unbedingt wieder kommen. Scotch Corner wird mein Feriendomizil. Peter meinte dann, dass ich wenn ich das nächste Mal wieder komme vielleicht verheiratet bin. Woraufhin Eileen ganz exited geworden ist, dass ich jeden Sommer mit meinem Mann und meinen Kindern nach Irland kommen werde.

Noch mal Glück gehabt!

Heute sind wir nach der Schule mal wieder nach Hause gelaufen. Das letzte Mal ist schon ‘n bisschen länger her. Und wie das Leben so spielt haben wir heute Scheißwetter. Es war unglaublich grau und foggy den ganzen Tag über. Zu unserem unglaublichen Glück mit dem Wetter kam auch noch hinzu, dass der Bus heute spät dran war und wie ihr alle wisst wird es zu dieser Jahreszeit immer früher dunkel. Wir haben uns im Hellen auf den Weg gemacht und es wurde langsam immer dunkler und dunkler. Wir haben versucht uns zu beeilen, aber drei Kilometer sind verdammt lang wenn man zu Fuß ist. Unsre Uniformen sind dunkel blau und grün, das heißt im dunkeln sind wir so gut wie unsichtbar.

Ferien!!

Ich hab grade Ferien und nichts zu tun. Das führt zu einem sehr tollen neuen Hobby: Stricken und Delta Radio hören. :D

wuhuuuu!!

Gestern hatten Lucy und ich ein sleepover…Marie und Irene haben bei uns übernachtet. Die beiden sind auch Austauschschülerinnen, Marie ist aus der Nähe von Hannover und Irene ist aus Madrid. Sie wohnen bei Catriona, Lucy’s und meiner Koordinatorin. Wir haben erst Fußball geguckt und dann noch meinen Lieblingsfilm!! Die beiden Spanierinnen haben während Fußball lief irgendwas am Computer gemacht und Marie und ich saßen gespannt vor dem Fernseher. Nach dem die ersten beiden Tore gefallen sind und Marie und ich durchs Haus getanzt sind, sind Eileen und Peter zu Caroline, Eileen’s Schwester geflohen. Wir Mädels sind bei jedem Tor durchs Haus getanzt. Wir haben wirklich versucht für Irland zu sein, aber es ging einfach nicht…Später gab’s Mirkowellenpopcorn zur Dvd “Lords of dogtown”. Heute morgen hab ich dann zum ersten Mal selber Porridge gekocht. Mama’s Rezept hat mir leider nicht geholfen, weil ich keine Küchenwaage gefunden hab und wir keinen Messbecher zu besitzen scheinen, wobei ich das nicht beschwören will, weil Eileen alles in vielfacher Ausgabe in der Tiefen dieses Hauses versteckt. Ich hab einfach das Rezept auf der Tüte genommen. Letztendlich hätte man mit dem Zeug Tapeten ankleben können, aber wenn man’s mit genug Milch gemischt hat war es eigentlich ganz gut.

Ich weiß, ich habe mich schon wieder lange nicht gemeldet. Ich habe im Moment irgendwie keinen Anreiz zu schreiben und das Gefühl, dass es sich wenn ich schreibe irgendwie lustlos und hingeschludert anhört…was es ja auch irgendwie ist. Wie mein English teacher immer sagt, “Think of your readers, you want that they enjoy reading your peace.” Ich glaube, dass wenn ich keinen Spaß habe zu schreiben, es keinen Spaß macht zu lesen, was ich schreibe. Deswegen…gebt mir ein bisschen Zeit. Der Blog ist momentan eine Qual…

i know it’s been long…

Ich weiß, ich hab laaange nichts mehr von mir hören lassen, aaaaber ich habe eine Ausrede: Ich war die letzten fünf Tage nicht zu Hause, weil unsere Hostparents in London waren und ihren Jüngsten besucht haben. Die fünf Tage davor hatte ich einfach zu viel um die Ohren…irish dancing, music lessons, ich war in Dublin. Damit fange ich an: Ich war letzten Sonnabend (ich hab erst Samstag geschrieben, aber es hat sich irgendwie falsch angefühlt)  in Dublin. Es war….nett….’n bisschen langweilig und naja irgendwie mit den falschen Leuten losgezogen. Lucy ist zu Hause geblieben, sie hatte tödlichen Muskelkater und konnte nicht laufen. Mehr muss ich nicht über Dublin sagen, es würde euch nur langweilen, weil es mich selbst so gelangweilt hat. Montag morgen so gegen drei oder so sind Eileen und Peter nach Dublin zum Flughafen auf gebrochen, von wo aus sie nach London geflogen sind. Ich hab nix gehört und durch geschlafen. Am Morgen hat uns Debora, Eileen’s beste Freundin abgeholt und zu McPhillip’s gebracht, wo der Bus uns jeden Morgen abholt und Abends wieder absetzt. Nach der Schule sind wir dann nach Hause gelatscht und haben ferngesehen und Hausaufgaben gemacht und Pizza gemampft. Um acht hat Caroline, Eileen’s Schwester uns abgeholt. Bei Caroline haben wir dann auch die ganze Woche gestayed. Wir haben alle die sniffles (Schnupfen) und sind die ganze Woche früh ins Bett gegangen. Ich war eiskalt jeden Tag so gegen half nine (halb Zehn) im Bett. Und ich glaube ich habe in meinem Leben noch nie so viel Milch getrunken…nicht mal als Baby….Gestern Abend hat uns Eileen abgeholt und wir sind wieder nach Hause gefahren. So im Rückblick war es echt ‘ne nice Woche. Und ich hab gemerkt, dass ich die richtigen Fächer gewählt hab. Lucy hat die ganze Zeit Tests und Exams und an awful lot of homework, eine expression, die ich in der letzten Woche so ca. 1000 mal gehört hab. Ich hatte letzte Woche so wenig Hausaufgaben, dass ich alles in der Schule machen konnte. :)